Über mich: mein digitaler Werdegang

Aufgewachsen bin ich vollständig analog. Meine freie Zeit verbrachte ich draussen in der Natur. Noch immer liebe ich den harzigen Duft des Waldes, das heitere Zwitschern der Vögel, das mächtige Brausen eines Bergbaches und die frische Luft am frühen Morgen.

Neugierig las ich am Anfang der Achtzigerjahre in Zeitschriften von Computern. Ich war fasziniert von dem Gedanken, eigene Programme schreiben zu können. Einer jener Heimcomputer konnte ich mir allerdings nicht leisten. In der Gewerbeschule lernte ich die ersten Programmiersprachen kennen (Basic und später Turbo Pascal).

Erst nach meiner Berufslehre als Werkzeugmacher konnte ich mir meinen ersten Computer leisten. Auf meinem Atari lernte neben der Textverarbeitung auch bald Programme für Desktop-Publishing und Grafikbearbeitung kennen. Mit diesen Werkzeugen gestaltete ich erste Flugblätter.

Um besser mit anderen zusammenarbeiten zu können, stieg ich um auf einen PC mit Windows 3.11. Mit diesem Computer setzte ich ausführliche Handbücher (mit Adobe PageMaker) im Auftrag eines Betriebsberaters. Während meines Studiums am Theologischen Seminar arbeitete ich mit Windows 95 und den Produkten von Microsoft.

Gerade in der Zeit des Studiums hatte ich zum ersten Mal eigenen Zugang zum Internet. Mich interessierten nicht bloss die Inhalte, sondern besonders, wie man eine eigene Webseite veröffentlichen kann. Darum lernte ich selbstständig HTML und CSS und gestaltete zuerst eine private Seite und später den Internetauftritt der christlichen Gemeinde, in der ich inzwischen als Prediger arbeitete.

Je länger je mehr war ich unzufrieden mit dem Betriebssystem von Microsoft. Es war unstabil. Überarbeitete Versionen, die oft nicht hielten, was versprochen wurde, musste man sich kaufen. Deshalb stieg auf Apple um und besorgte mir meinen ersten iMac. Für die grafische Arbeiten schaffte ich mir meine erste Creativ Suite von Adobe an und lernte den Umgang mit InDesign, Photoshop und Illustrator.

Weil es mich störte, dass meine Dateien, die ich mit einem Produkt von Microsoft oder Apple verfasste, mit neuen Versionen der Programme nicht mehr vollständig gelesen werden konnten, schaute ich mich nach offenen Alternativen um. Zuerst verwendete ich für meine Arbeit LaTeX, weil ich die Dateien selbst auf meinen inzwischen in die Jahre gekommenen Rechnern bearbeiten konnte. Um meine Inhalte aber einfacher ins Netz stellen zu können, stieg ich schliesslich auf Markdown um, was sich mit Pandoc leicht in viele Formate konvertieren lässt.

Mehr und mehr lernte ich die Vorteile freier Software kennen. Deshalb arbeite ich sowohl am Mac, als auch auf meinem Lenovo Klapprechner, der mit Trisquel (einer GNU/Linux Distribution) betrieben wird, kaum mehr mit proprietären Programmen. Meine Texte tippe ich mit Vim, Bilder bearbeite ich mit GIMP, Grafiken erstelle ich mit Inkscape, Zeitschriften und Flugblätter setze ich mit Scribus und falls ich doch einmal ein Office-Dokument bearbeiten muss, verwende ich LibreOffice.